Brasilien: Keine „Kandidaten der Kirche“ mehr!

Brights - Die Natur des Zweifels

Machtkampf in Brasilien: Evangelikale bauen ihren Einfluss in den Parlamenten aus. Das Oberste Wahlgericht will nun den politischen Einfluss von Kirchen zurückdrängen.

Von Andreas Behn | evangelisch.de

Noch ist Brasilien das größte katholische Land der Welt. Doch dem letzten Zensus zufolge verstehen sich inzwischen 22 Prozent der Brasilianer als evangelisch, der Löwenanteil unter diesen sind Anhänger von Pfingstkirchen. Im Gegensatz zu Katholiken wählt die große Mehrheit der Evangelikalen entsprechend ihrer religiösen Zugehörigkeit, wie das Meinungsforschungsinstitut Datafolha am Beispiel von Rio de Janeiro ermittelte. Eine Folge davon ist eine konservative Wende in der brasilianischen Gesellschaft, analysiert der Anthropologe Ronaldo Almeida: „Im Bezug auf die Wirtschaft stärkt dies den Diskurs der individualistischen Unternehmerschaft und des Rückzugs des Staates, in der Art: ‚Mach du es selbst, Gott wird dir helfen'“, sagt Almeida in der Zeitschrift „Nexo“. Und auch in moralisch-ethischen Fragen sind konservative Werte im Kommen.

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Veröffentlicht am April 9, 2017, in Weiden - Stadt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Brasilien: Keine „Kandidaten der Kirche“ mehr!.

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