Das neue kapitalistische Mittelalter

Brights - Die Natur des Zweifels

Palazzo Salimbeni in Siena, Hauptsitz der Bank Monte dei Paschi di Siena. Bild: Tango7174 / CC-BY-SA-4.0Palazzo Salimbeni in Siena, Hauptsitz der Bank Monte dei Paschi di Siena. Bild: Tango7174 / CC-BY-SA-4.0

Das mittelalterliche Ideal der Universalität der christlichen Religion kehrt als Ideologie der Globalisierung des Finanzmarktes zurück

Von Diego Fusaro | TELEPOLIS

Die neue Weltordnung nach dem Jahr 1989 hat sich in Form einer Refeudalisierung der kapitalistischen sozialen Beziehung im Rahmen eines einheitlichen globalen Raums strukturiert, der als die Verwirklichung des „neuen Mittelalters“ bezeichnet werden könnte, das Alain Minc 1993 in seiner Studie Le nouveau Moyen Âge vorausgesehen hat.

Im neuen historischen Kontext weist die soziale Form des Klassismus in der Tat starke und beschämende Analogien mit der feudalen Struktur auf: Die von den Beherrschten passiv erlittene Unterdrückung erreicht mit der Wiedereinführung der Corvée (Praktika, vermeintliche Freiwilligenarbeit nach dem Modell der Mailänder Expo, angebliche Part Time Jobs, Mini-Jobs, etc.), mit der Neupositionierung des Knechtes als flehendes („prekär“, von Prex, das „Gebet“) und nicht als forderndes…

Ursprünglichen Post anzeigen 20 weitere Wörter

Advertisements

Über OIKOS™-Redaktion

Wir berichten u.a. auch aus der bayerisch-tschechischen Grenzregion. Blog zum kostenlosen, monatlichen pdf-Magazin "DEEZ" (ISSN: 2366-4908). Gibts nur unter: issuu.com/smde

Veröffentlicht am Januar 18, 2017, in Weiden - Stadt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Das neue kapitalistische Mittelalter.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: